Einleitung: Vor der Abreise
Die Ideallinie meiner Deutschlandwanderung

Als Jugendlicher hatte ich eine Zeit lang die Angewohnheit, aus Büchern, die ich las, besonders schöne Passagen abzuschreiben und in meinem Zimmer an die Wand zu pinnen. Dort hängen sie heute noch, im Haus meiner Eltern, obwohl das Zimmer schon lange nicht mehr meines ist und der Vergilbungszustand des Papiers zeigt, dass meine Jugend nun auch schon einige Jahre zurück liegt. Einer dieser Texte stammt aus Milan Kunderas “Die Unsterblichkeit”, ein Buch, an das ich heute ansonsten keine Erinnerung mehr habe. [Weiterlesen…]

 

Erste Etappe: Vom Inn bis zur Donau
Stinglham

Als ich mein Elternhaus verlasse und auf die Straße trete, bin ich unterwegs. Ich mache mich neugierig auf den weiten, unbekannten Weg, hindurch durch meine an diesem Tag recht unbelebte Heimatstadt – es ist Feiertag: Pfingstmontag, der 24. Mai 2010 -, über den Städtischen Friedhof, vorbei an meiner alten Schule. Und hinaus ins Freie, hinaus aus dem Inntal, durch die ersten Felder, Wiesen und Wälder. Die Karten in meiner Tasche geben mir den Weg vor. [Weiterlesen…]

 

Zweite Etappe: Durch den Bayerischen und den Oberpfälzer Wald
Marterl bei Strahlfeld

Nach der Durchquerung des vollkommen flachen Gäubodens und der Überschreitung der Donau liegt vor mir nun die grüne, wellige Landschaft des Bayerischen Waldes. Am 23. August 2010 breche ich von Bogen aus zu meiner zweiten Etappe auf. Verlässt man Bogen in nordwestlicher Richtung, muss man kurz darauf erst einmal das lärmende Hindernis der Autobahn A3 unterqueren. Diesen wenig begeisternden Einstieg lasse ich aber schnell hinter mir und hole mir mein „Wandergefühl“ bald wieder zurück. [Weiterlesen…]

 

Dritte Etappe: Von Neustadt an der Waldnaab nach Neustadt an der Orla
Zoiglstern

Neun Monate müssen vergehen, bis ich zurückkehre. Eine schier endlos erscheinende Pause, in der ich mich oft nach meiner Reise durch Deutschland, dem Gefühl der Freiheit, dem Unterwegssein sehnte. Es stellten sich in dieser Zwischenzeit keine Ermüdungserscheinungen ein, kein Wunsch, auch wieder einmal etwas anderes zu machen, die Urlaubszeit an einem anderen Ort zu verbringen. Ganz im Gegenteil: die Vorfreude auf die Fortsetzung meiner Wanderung nimmt nie ab. [Weiterlesen…]

 

Vierte Etappe: Mitteldeutsche Städte und Landschaften – Jena, Quedlinburg und der Harz
Teufelsmauer

Zweieinhalb Monate später stehe ich wieder vor dem Neustädter Bahnhofsgebäude – als ob ich nie weg gewesen wäre. Der Weg muss fortgesetzt werden, geht dort weiter, wo ich mit dem letzten Schritt in den Zug nach Hause gestiegen war. Nun, am 15. August 2011, mache ich mich auf die vierte Etappe meiner Reise. Nachdem ich Neustadt in nördlicher Richtung verlassen habe setze ich gleich am ersten Tag meinen doch bereits so zahlreichen Verirrungen eine neue Spitze auf. [Weiterlesen…]

 

Fünfte Etappe: Von Halberstadt nach Hamburg
Der Michel

Und dann bin ich wieder zurück. Wieder musste beinahe ein ganzes Jahr vergehen, in dem ich oft an die Wanderung dachte; überlegte, ob es tatsächlich möglich wäre, im Lauf der nächsten Etappe mein Zwischenziel Hamburg zu erreichen. Und als ich im Frühjahr 2012 an die konkretere Planung gehe, scheint das tatsächlich machbar, wenn die Etappe dann auch die bisher mit Abstand längste dieser Wanderung sein müsste. Es ist unglaublich, dass mein Ziel nun doch schon so nahe rückt! [Weiterlesen…]

 

Sechste Etappe: Auf dem Weg zur Dänischen Grenze
Auf dem Weg

Am 11. Juni 2013 kehre ich zurück nach Hamburg, um schließlich auch noch das letzte Stück meines Weges zurückzulegen und “die Sache zu Ende zu bringen”. Diesmal ist seit der vorigen Etappe ein ganzes Jahr ins Land gegangen. Doch nun soll, nachdem ich mit dem Hamburger Michel ja mein ursprünglich geplantes Ziel bereits erreicht habe, endlich noch die “Kür” folgen: die Vervollständigung meiner “Reise durch Deutschland”. [Weiterlesen…]